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Sommer, Sonne, Schafe, Halbmarathon

Nach einem Abstinenzjahr kehrte am vergangenen Sonntag nun der Wedeler Halbmarathon zurück. Musste im letzten Jahr die Veranstaltung aufgrund der damals noch jungen Pandemie abgesagt werden, lagen nun die technischen Hilfsmittel bereit, um den Lauf „draußen vor den Toren Hamburgs“ stattfinden zu lassen – wenn auch ausschließlich in digitaler Form.

Der Freude wird das wenig Abbruch getan haben, wurde man mit dem bisher wärmsten Tag des Jahres und der Möglichkeit, die offizielle Strecke zu nutzen, ausreichend entschädigt. Zu warm für einige vielleicht. 26° C und Halbmarathon dürften zwei Dinge sein, welche die meisten lieber getrennt voneinander genießen. Zum Glück haben sich mittlerweile mehrere Wege etabliert, wie man sich bei einem längeren digitalen Lauf versorgt bzw. versorgen lässt. Zum altbewährten Trinkrucksack, der persönlichen Wasserstelle durch Freunde & Familie und der Fahrradbegleitung gesellt sich nun das Pace- und Versorgungspferd dazu.

Wie viele der 239 Finisher die Möglichkeit nutzten, die originalen Strecken zu laufen, ist nicht überliefert, aber es werden einige gewesen sein. Mittlerweile dürfte sich nämlich auch im gesamten Großraum Hamburg rumgesprochen haben, dass das Wedeler Autal, die Holmer Sandberge, der Katastrophenweg, die Elbmarsch und der Elbe-Deich hervorragende Orte für Bewegung sind. Letzterer dürfte hingegen gemischte Gefühle hervorrufen, ist der Deichabschnitt ab Kilometer 14 für seine teils starken Windbösen berüchtigt. Die Aufschrift „Windbesieger“ auf der Rückseite der Medaille soll dem Tribut zollen, auch wenn dieses Jahr die steife Brise eher für eine angenehme Abkühlung gesorgt haben dürfte.

Irgendwo im Norden wird auch das Paar Dörte und Nicolas Mönch aus Lübeck unterwegs gewesen sein. Dass Ehefrau und -mann jeweils oben auf dem jeweiligen Siegertreppchen stehen, kennt man eigentlich nur bei Beteiligung von Jachmann/Dethlefs. Die beiden Triathleten beendeten ihre Halbmarathons tatsächlich am schnellsten. „Frau“ setzte mit 1:26:01 sogar einen neuen Rekord der Damen, während „Mann“ gut zwei 2 Minuten später die digitale Ziellinie überquerte (1:28:01).

Auch wenn die Vergleichbarkeit bei der Form von Wettbewerb sich schwierig gestaltet, so zeigen die Ergebnisse, dass trotz stotterndem Saisonstart, die Leistungen bereits da sind. Weitere nennenswerte Ergebnisse wären da die 17:58 von Benjamin Ehlers (TH Eilbeck, 5 km Elbmarsch Lauf) und 37:05 von Sebastian Arndt (Triathlon Team Hamburg, EDEKA Wedel Lauf). Der 5-personenstarken Lauffamilie Patat aus Wedel gelang gar das Kunststück, gleich 4 Familienmitglieder in der Top 10 unterzubringen. Es war Niklas, der vor seinem Zwillingsbruder Malte sogar den Sprung in die Top 3 schaffte.

Die weiteren Ergebnisse des Tages

21,1 km Wedeler Halbmarathon

Frauen

  1. Dörte Mönch (Lübeck), 1:26:01
  2. Miriam Kwasny (running green), 1:43:32
  3. Justine Daniel (Tostedt), 1:46:12

Männer

  1. Nicolas Mönch (Lübeck), 1:28:12
  2. Moritz Goral (FC St. Pauli Triathlon), 1:29:14
  3. Nils von Thienen (Triathlon Team Hamburg), 1:30:22

10 km EDEKA Wedel

Frauen

  1. Peggy Goetting (MTV Müden/Örtze), 42:38
  2. Inga Petersen-Lund (TRI EMTV Elmshorn), 52:31
  3. Claudia Möller (Mittenwald), 55:46

Männer

  1. Sebastian Arndt (Triathlon Team Hamburg), 37:05
  2. Thorben Schleier (Hamburg), 40:21
  3. Stefan Kroschel (Honey & Nonne), 46:52

5 km Elbmarsch Lauf

Frauen

  1. Stefanie Keckeis (esome), 21:54
  2. Claudia Hoffarth (Eselsmühe), 23:12
  3. Janine Eichfelder (Wedel), 24:14

Männer

  1. Benjamin Ehlers (TH Eilbeck), 17:37
  2. Dennis Dodt (Herbalife), 17:58
  3. Niklas Patat (Wedeler Marschläufer), 21:52

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